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49 Jahre danach

Am kommenden Sonntag, 13 Uhr: Sonntagsspaziergang am 49. Jahrestag der Standortbenennung Gorlebens zum "Nuklearen Entsorgungszentrum". Wir laufen rund um das Gelände des ehemaligen Endlagerbergwerks, solange bis das Bergwerk wieder verfüllt ist. Treffpunkt Beluga.

mehr zur Geschichte: die Gorleben-Chronik, das Jahr 1977

Im Anschluss um 14.00 Uhr findet - wie jeden Sonntag - das "Gorlebener Gebet" an den Kreuzen unweit des Bergwerks statt. Um 15 Uhr lädt u.a. das Gorleben Archiv zu einem Zeitzeug:innengespräch: „Mit allen Mitteln – Erinnerungen an die Waldbrandkatastrophe Gorleben 1975“ ins Gasthaus Wiese in Gedelitz ein.

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Castorlager Gorleben – Für 100 Jahre sicher?

Dipl.-Physikerin Oda Becker hat sich intensiv mit dem Forschungsstand der Gorleben-Betreiberin BGZ auseinandergesetzt und den Fokus auf die Alterungsprozesse und mögliche Störfälle im Zwischenlager gelegt. Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Bäuerlichen Notgemeinschaft, BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und der Rechtshilfe Gorleben wird sie außerdem auf neue Bedrohungsszenarien eingehen, gegen die ein atomares Zwischenlager hinreichend geschützt werden müsste.

Di. 24.02.2026 - 18.00h, Ostbahnhof Dannenberg

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Atommüll-Lawine stoppen!

Aufruf zur nächsten großen Demonstration am 07. März 2026 vor dem Ahauser Rathaus: Atommüll-Alarm auf den Autobahnen! Castor-Transporte von Jülich, Garching & Berlin stoppen! - alle Infos hier

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Dannenberg: Kundgebung „15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl“ 11. März um 17.30 Uhr

Das Gedenken an die Opfer und Katastrophen der Atomenergie bleiben ein wichtiger Eckpfeiler des Widerstandes und der historischen Verantwortung. In internationaler Vernetzung wurden in den letzten Jahren die dunklen Flecken ziviler und militärischer Atomprogramme mehr in den Fokus genommen. Dazu gehört das Leid der indigenen Bevölkerung in den Uranabbaugebieten und an den Orten der Atombombentests. Genauso wie die überall ähnlichen Muster von Ignoranz, Lügen und Vertuschen, von der Externalisierung der Folgekosten. (mehr …)

Demonstration anlässlich 3 Jahre Fukushima, 10.03.2014 - Dannenberg

In Erinnerung an Marianne

Am Freitag, 6. März jährt sich der Todestag unseres BI-Gründungsmitglieds Marianne Fritzen zum zehnten Mal. Im Rahmen des Gorlebener Gebets am 8. März um 14 Uhr wird ihrer gedacht. Im Anschluss ab 15 Uhr laden das Gorlebener Gebet, das Gorleben Archiv und die BI ein zu einem Erinnungskaffee ins Gasthaus Wiese in Gedelitz.

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850. Sonntagsspaziergang!

Bei eisiger Kälte hat am 1. Februar in Gorleben der 850. Sonntagsspaziergang rund um das ehemalige Endlager stattgefunden. Erklärtes Ziel der Aktion, die seit dem 25.10.2009 jeden Sonntag um 13.00 Uhr stattgefunden hat: Wir laufen solange, bis das Bergwerk wieder verfüllt ist. Der Salzstock Gorleben wurde beim Neustart der Endlagersuche im Herbst 2020 als ungeeignet aussortiert. Der Rückbau startete erst im November 2024 - nach hartnäckigem Drängen der Sonntagsspaziergänger:innen und der Bürgerinitiative Umweltschutz. (mehr …)

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„Wir bleiben in Bewegung“

Die Klimaaktionsgruppe Hitzacker und die BI laden alle aktiven Gruppen, die im Wendland für Klima, Demokratie und gegen Rechts aktiv sind, zu einem Austausch ein.

Zu Beginn möchten wir über die aktuellen Rückschritte im Klimaschutz sprechen, die Ausbremsung der Energiewende und der Klimaziele sowie die mögliche Renaissance der Atomkraft. (mehr …)

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„Das Wunder von Gorleben“ – Neuauflage

Wie die Zeit vergeht!

Vor 49 Jahren, am 22. Februar 1977, benannte Ernst Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum.

Er brachte mit seiner Entscheidung prompt die Landwirte, seine Kernwählerschaft, gegen sich auf. Im Lüchower Gildehaus referierte auf Einladung des Landvolks just an diesem Tag Dr. Carsten Salander von der späteren Deutschen Gesellschaft zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen (DWK), die mit ihren Atomplänen in Gorleben, Dragahn, Wackersdorf und anderswo für Furore sorgte.

Da saßen sie alle zusammen, als die Gorleben-Entscheidung verkündet wurde, und kamen aus dem Staunen nicht heraus. Eine Wiederaufarbeitungsanlage ist ein Atom- und Chemiefabrik. Der Acker, das Wasser, die Luft würden kontaminiert. Wenige Tage später rollten die ersten Trecker durch die Kreisstadt Lüchow.

Das „Wunder von Gorleben“ erscheint jetzt in einer Neufassung

In seinem Essay-Band „Das Wunder von Gorleben“ stellt Wolfgang Ehmke die steile These auf, dass dieses verstörende Timing einer der Treibsätze für den Gorleben-Widerstand war, in einer Kette von vielen Zufällen, Glücks- und Unglücksfällen, die der Bewegung schließlich zum Erfolg verhalfen. (mehr …)

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Zurück in die Zukunft – CSU will Atomkraft zurück

Die CSU will zurück zur Atomkraft und setzt dabei auf den Bau von kleinen Kraftwerken, den „Small Modul“-Reaktoren (SMR). In einem Positionspapier, das auf ihrer Winterklausurtagung oberbayrischen Kloster Seeon abgestimmt werden soll, heißt es: "Wir wollen den Turnaround bei der Kernforschung schaffen. Unser Land kann es sich nicht leisten, neue Technologien zu verschlafen“. Landesgruppenchef Alexander Hoffmann schwärmt gar von einer „vollständigen Wiederaufarbeitung“ des Atommülls. (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Castorlagerung – für 100 Jahre sicher?

20. Februar 2026

Das Trio Bäuerliche Notgemeinschaft, BI Umweltschutz und Rechtshilfe Gorleben hat die Dipl.-Physikerin Oda Becker für einen Vortrag gewinnen können. Oda Becker hat sich intensiv mit dem Forschungsstand der Gorleben-Betreiberin BGZ auseinandergesetzt und den Fokus auf die Alterungsprozesse und mögliche Störfälle im Zwischenlager gelegt. Außerdem wird sie auf neue Bedrohungsszenarien eingehen, gegen die ein atomares Zwischenlager…

Katharina Reiche plädiert für die Atomkraft

16. Februar 2026

Katharina Reiche macht sich stark für fossile und fissile Energien: Der Einsatz der CDU-Ministerin für die Nutzung von Gaskraftwerken wird jetzt noch getoppt durch ihren Beitrag auf der Münchener Sicherheitskonferenz zum Thema Atomkraft. Gemeinsam trat sie mit dem Cheflobbyisten der internationalen Atomenergie-Agentur (IAEO), Rafael Grossi, auf. Kernenergie bedeute auch Energiesicherheit, „technologische Diversifizierung ist der Schlüssel“,…

Verlängerte Zwischenlagerung in Gorleben – „BGZ hat ihre Hausaufgaben nicht gemacht“

13. Februar 2026

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat jetzt eine Reihe von Fragen an die Gorleben-Betreiberin, die BGZ, adressiert, die sich aus der Umweltverträglichkeitsprüfung zur geplanten verlängerten Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle ergeben. Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) hatte ihre Stellungnahme zum BGZ-Vorhaben schriftlich und auch mündlich auf dem sogenannten Scoping-Termin in Salzgitter vorgetragen.…

TERMINE & AKTIONEN

So. 22.02.2026
13 Uhr
Gorleben,
Atomanlagen
Beluga-Schiff
Sonntagsspazierung am 49. Jahrestag der Standortbenennung Gorlebens
Sonntagsspaziergang rund um das Gelände des ehemaligen Endlagerbergwerks, findet seit dem 25.10.2009 jeden Sonntag ohne Unterbrechung statt, solange bis das Bergwerk wieder verfüllt ist
So. 22.02.2026
14 Uhr
Gorleben,
Atomanlagen
an den Kreuzen
Mastenweg
Gorlebener Gebet - jeden Sonntag um 14.00 Uhr versammeln sich Menschen im Wald von Gorleben unter Kreuzen zu einer etwa halbstündigen Andacht. Motto: "Bleibet hier – wachet und betet."
So. 22.02.20026
15 Uhr
Gedelitz,
Gasthaus Wiese
Zeitzeug:innengespräch: „Mit allen Mitteln – Erinnerungen an die Waldbrandkatastrophe Gorleben 1975.“
Di. 24.02.2026
18 - 20 Uhr
Dannenberg,
Ostbahnhof
Vortrag und Diskussion mit/von Dipl.-Physikerin Oda Becker. Sie hat sich intensiv mit dem Forschungsstand der Gorleben-Betreiberin BGZ auseinandergesetzt und den Fokus auf die Alterungsprozesse und mögliche Störfälle im Zwischenlager gelegt. Außerdem wird sie auf neue Bedrohungsszenarien eingehen, gegen die ein atomares Zwischenlager hinreichend geschützt werden müsste.

GORLEBEN RUNDSCHAU

Mein Kollege erzählte heute, dass sein Sohn einen Adventskalender gemacht hatte und er darin morgens den Satz von Antoine de Saint-Exupery fand, der ihn sehr bewegte: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ Dem ließe sich mit Mahatma Gandi noch hinzufügen: „Die Zukunft basiert auf dem, was wir heute tun.“

Selten schauten Heranwachsende pessimistischer in diese Zukunft, als die jetzigen Generationen Z und Alpha, die in der Corona-Krise in die soziale Isolation gezwungen waren und sich ihre Antworten auf die überkomplexen Probleme dieser Welt oft mühsam und unkommentiert im digitalen Raum zusammenklauben müssen. Während man doch annehmen möchte, dass Klimakatastrophe und Rechtsruck die bedrohlichsten Themen dieser Generationen sein dürften, ist es ausgerechnet die rechtsradikale AfD, der es laut Umfragen angeblich gelingt, mit ihren simplen Antworten und kurzen Wutbürger-Clips die Sorgen eines Teils der jungen Generation abzuholen. Während sich in Gießen achtzig Jahre nach den Trümmern und unfassbaren Verbrechen der faschistischen Diktatur wieder eine völkisch-nationale Jugendorganisation in Deutschland gründet, sind es ausgerechnet die beherzten Gegendemonstrantinnen, die öffentlich kriminalisiert werden.

In einer Zeit, zerrieben zwischen totalitären Autokraten, stellt sich einmal mehr die Frage: Wie geht eigentlich gute Demokratie? Im Demokratieindex 2024 schafft es Deutschland immerhin noch in das Mittelfeld „vollständiger Demokratien“. Die älteste durchgehend existierende Demokratie ist hier als Präsidialsystem nachvollziehbar zur „unvollständigen Demokratie“ herabgesunken. Neben der unbestrittenen Legitimation von Parlamenten und der parlamentarischen Legitimation von Entscheidungen existiert aber immer dann noch eine Lücke, wenn Menschen temporär oder regional als „marginalisierte“ Minderheiten von Entscheidungen betroffen sind, an denen sie selbst nicht mitwirken konnten oder in denen ihre Belange von einer nicht betroffenen Mehrheit überstimmt wurden. Zwar greifen hier in vielen Fällen die Grundrechte und allgemeinen Menschenrechte, aber bei planerischen Entscheidungen müssen Betroffenen auch Beteiligungs- und Klagerechte geboten werden, wenn ein demokratischer Staat seine Entscheidungen nicht letztlich totalitär gegen die Bevölkerung durchsetzen möchte. Es geht dabei nicht allein um die Legitimation, sondern vor allen um die Qualität von Entscheidungen.

Während rechte Influencer auf die diversen Probleme dieser Welt in neuen Medien nur mit kruden Thesen und schlichten Antworten aufwarten können und sich interessengeleitete Konzerne und Protagonisten schamlos dieses linearen Denkens bemächtigen, braucht es in einer bunten, artenreichen, vielfältigen, interessanten und vernetzten Realität viel weitreichendere Fähigkeiten, um lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Dafür sind nicht nur die Konsultation und Beteiligung, sondern auch die Bereitschaft und aktive Mitwirkung einer informierten und gestärkten Zivilgesellschaft unverzichtbar.

Aktuell fordern wir, diese Beteiligung angesichts der epochalen Aufgabe, oberirdische Atommülllager für ein weiteres Jahrhundert verlässlich zu sichern und diese Maßnahmen für Anwohnende glaubwürdig zu machen.

Martin Donat,
Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.