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Erneuter „Castor-Hauben-Transport“

Aufmerksame Menschen haben heute Abend (9. März) erneut einen Tieflader in Gorleben gesehen, der eine der "Castor-Hauben" transportiert. Bislang ist unklar, wohin die Transporthauben gebracht werden, die für den Straßentransport von Castorbehältern verwendet werden. (mehr …)

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„Wir bleiben in Bewegung“

Die Klimaaktionsgruppe Hitzacker und die BI laden alle aktiven Gruppen, die im Wendland für Klima, Demokratie und gegen Rechts aktiv sind, zu einem Austausch ein.

Zu Beginn möchten wir über die aktuellen Rückschritte im Klimaschutz sprechen, die Ausbremsung der Energiewende und der Klimaziele sowie die mögliche Renaissance der Atomkraft. (mehr …)

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Endlagersuche nun ohne Zeitplan

Das ist "ein Stück Ehrlichkeit", so Wolfgang Ehmke, Pressesprecher der BI. "Die ursprüngliche Zielmarke war populistisch. Damit haben wir es nun amtlich, dass die Lagerung der Castorbehälter in den 16 Zwischenlagern weitere 80 bis 100 Jahre dauern wird." - mehr hier

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e-Ventschau Spezial am 26. April 2026

Am 11. März ist es genau 15 Jahre her, dass die Menschen mit ungläubigen Blicken auf ihre Fernsehbildschirme die Nuklearkatastrophe von Fukushima miterlebten. Am 26. April 2026 jährt sich zudem der katastrophale Störfall im Atomkraftwerk von Tschernobyl zum 40. Mal. Diese beiden Ereignisse sind Grund genug, dass das Team vom e-Ventschau e.V. zu einem „e-Ventschau Spezial“ lädt. (mehr …)

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16. April: 40 Jahre Tschernobyl – „Tanz den SuperGAU“ – Lesung und Information

Wieder so ein Jahrestag, ein ganz schrecklicher – am 26. April 1986 kam es zur Katastrophe im Atomkraftwerk Tschernobyl. Das ist mittlerweile 40 Jahre her. Der SuperGAU war einer dieser Unglücksfälle, die zu einem Umsteuern in der Atompolitik führten. Nach dem Tsunami in Japan und der nächsten Katastrophe in Fukushima vor 15 Jahren war es dann aus mit der Atomkraft.

Schon lange Jahre vor dem 26. April 1986 hatte sich Wolfgang Ehmke in der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg engagiert. Der GAU in Tschernobyl inspirierte ihn zu seinem Buch „Tanz den Super-GAU“, das war 2020 in einer leicht überarbeiteten Version neu erschienen. Doch die Präsentation fiel der Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen zum Opfer – es ist trotzdem noch top-aktuell. (mehr …)

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1995

Es gibt prägende Zeiten im Leben, und von einer erzählt die neue Single "1995" von Madsen - die bekanntlich im Wendland zuhause sind. Nach jahrelangen Debatten und Protesten rollte nämlich 1995 der erste Castortransport ins Wendland, ein ganzer Landkreis war im absoluten Ausnahmezustand. Madsen mittendrin. Die Band stand oft - zuletzt 2022 - auf den Bühnen rund um Gorleben, unterstützte mit ihren Auftritten den Widerstand und bezog immer wieder klar Position gegen Atomkraft. (mehr …)

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BI-Stellungnahme zum BGZ-Forschungsprogramm Zwischenlager

Die Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle ist in Deutschland auf 40 Jahre befristet, die Genehmigungen für die Zwischenlager laufen ab 2034 sukzessive aus. Die BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung versucht, wissenschaftliche und technische Aspekte der verlängerten Zwischenlagerung hochradioaktiver Abfälle zu erforschen. Das Ziel: der Nachweis, dass die "sichere Zwischenlagerung" auch deutlich über einen Zeitraum von 40 Jahren hinaus möglich ist.

Die Fachgruppe Radioaktivität der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg hat Anfang Februar eine Stellungnahme zum BGZ Forschungsprogramm Zwischenlagerung veröffentlicht. Darin werden kritische Fragen gestellt zur künftigen Sicherheit der Castor-Behälter, des radioaktiven Inventars, der baulichen Anlagen und dem Transport in ein Endlager. (mehr …)

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Nein! zu Krieg, Wehrpflicht und Aufrüstung – Aufruf zum Ostermarsch am 6. April

Die BI hat sich dem Aufruf zum Ostermarsch angeschlossen, mobilisiert wird dieses Jahr aus unserer Region nach Stendal. (mehr …)

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„Das Wunder von Gorleben“ – Neuauflage

Wie die Zeit vergeht!

Vor 49 Jahren, am 22. Februar 1977, benannte Ernst Albrecht (CDU) Gorleben als Standort für ein Nukleares Entsorgungszentrum.

Er brachte mit seiner Entscheidung prompt die Landwirte, seine Kernwählerschaft, gegen sich auf. Im Lüchower Gildehaus referierte auf Einladung des Landvolks just an diesem Tag Dr. Carsten Salander von der späteren Deutschen Gesellschaft zur Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen (DWK), die mit ihren Atomplänen in Gorleben, Dragahn, Wackersdorf und anderswo für Furore sorgte.

Da saßen sie alle zusammen, als die Gorleben-Entscheidung verkündet wurde, und kamen aus dem Staunen nicht heraus. Eine Wiederaufarbeitungsanlage ist ein Atom- und Chemiefabrik. Der Acker, das Wasser, die Luft würden kontaminiert. Wenige Tage später rollten die ersten Trecker durch die Kreisstadt Lüchow.

Das „Wunder von Gorleben“ erscheint jetzt in einer Neufassung

In seinem Essay-Band „Das Wunder von Gorleben“ stellt Wolfgang Ehmke die steile These auf, dass dieses verstörende Timing einer der Treibsätze für den Gorleben-Widerstand war, in einer Kette von vielen Zufällen, Glücks- und Unglücksfällen, die der Bewegung schließlich zum Erfolg verhalfen. (mehr …)

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PRESSEMITTEILUNGEN

Kundgebung in Dannenberg: Entschlossenes Nein zum Atom

11. März 2026

Zum 15. Jahrestages des Tsunami und der Atomkatastrophe von Fukushima konnte Herbert Schaper-Biemann für die Fukushima-Mahnwache am frühen Mittwochabend rund 60 Menschen begrüßen. Umrahmt von den Klängen der Gruppe Xamba erinnerten die Teilnehmenden an die Reaktorkatastrophe und gingen auch auf die gegenwärtigen Rufe nach einer Rückkehr zur Atomkraft ein.

Gorleben – nukleares kulturelles Erbe?

11. März 2026

Wird das Gelände rund um das Beluga-Schiff in Gorleben ein Ort der Erinnerung? Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hatte in einem Forschungsprojekt diese Idee umrissen, als Teil eines nuklearen kulturellen Erbes. Und die Bürgerinitiative Umweltschutz hatte ins Spiel gebracht, das Pförtnerhaus und den Mauerteil auf dem ehemaligen Endlagergelände für die Dokumentation…

Pro-Atom – BI: „Ausgerechnet von der Leyen“

10. März 2026

Zum Auftakt des Atomenergie-Gipfels hat die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) die Abkehr von der Atomkraft in Europa als einen „strategischen Fehler“ bezeichnet. Private Geldgeber, die in die Atomkraft investieren, sollten ihr Risiko abgesichert bekommen, und zwar in Höhe von 200 Mio. Euro. „Ausgerechnet von der Leyen“, kommentiert die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) das…

TERMINE & AKTIONEN

Fr. 13.03.2026
17 - 19 Uhr
Hitzacker-Dorf,
Großer Saal
Sarensecker Weg 8
"Wir bleiben in Bewegung" - Vernetzungstreffen, s. Aktuelles
So. 15.03.2026
13 Uhr
Gorleben,
Atomanlagen
Beluga-Schiff
Sonntagsspaziergang rund um das Gelände des ehemaligen Endlagerbergwerks, findet seit dem 25.10.2009 jeden Sonntag ohne Unterbrechung statt, solange bis das Bergwerk wieder verfüllt ist
So. 15.03.2026
14 Uhr
Gorleben,
Atomanlagen
an den Kreuzen
Mastenweg
Gorlebener Gebet - jeden Sonntag um 14.00 Uhr versammeln sich Menschen im Wald von Gorleben unter Kreuzen zu einer etwa halbstündigen Andacht. Motto: "Bleibet hier – wachet und betet."
So. 15.03.2026
15 Uhr
Trebel,
Bauernstuben
BI -Jahresmitgliederversammlung
Gäste sind herzlich willkommen!

GORLEBEN RUNDSCHAU

Mein Kollege erzählte heute, dass sein Sohn einen Adventskalender gemacht hatte und er darin morgens den Satz von Antoine de Saint-Exupery fand, der ihn sehr bewegte: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ Dem ließe sich mit Mahatma Gandi noch hinzufügen: „Die Zukunft basiert auf dem, was wir heute tun.“

Selten schauten Heranwachsende pessimistischer in diese Zukunft, als die jetzigen Generationen Z und Alpha, die in der Corona-Krise in die soziale Isolation gezwungen waren und sich ihre Antworten auf die überkomplexen Probleme dieser Welt oft mühsam und unkommentiert im digitalen Raum zusammenklauben müssen. Während man doch annehmen möchte, dass Klimakatastrophe und Rechtsruck die bedrohlichsten Themen dieser Generationen sein dürften, ist es ausgerechnet die rechtsradikale AfD, der es laut Umfragen angeblich gelingt, mit ihren simplen Antworten und kurzen Wutbürger-Clips die Sorgen eines Teils der jungen Generation abzuholen. Während sich in Gießen achtzig Jahre nach den Trümmern und unfassbaren Verbrechen der faschistischen Diktatur wieder eine völkisch-nationale Jugendorganisation in Deutschland gründet, sind es ausgerechnet die beherzten Gegendemonstrantinnen, die öffentlich kriminalisiert werden.

In einer Zeit, zerrieben zwischen totalitären Autokraten, stellt sich einmal mehr die Frage: Wie geht eigentlich gute Demokratie? Im Demokratieindex 2024 schafft es Deutschland immerhin noch in das Mittelfeld „vollständiger Demokratien“. Die älteste durchgehend existierende Demokratie ist hier als Präsidialsystem nachvollziehbar zur „unvollständigen Demokratie“ herabgesunken. Neben der unbestrittenen Legitimation von Parlamenten und der parlamentarischen Legitimation von Entscheidungen existiert aber immer dann noch eine Lücke, wenn Menschen temporär oder regional als „marginalisierte“ Minderheiten von Entscheidungen betroffen sind, an denen sie selbst nicht mitwirken konnten oder in denen ihre Belange von einer nicht betroffenen Mehrheit überstimmt wurden. Zwar greifen hier in vielen Fällen die Grundrechte und allgemeinen Menschenrechte, aber bei planerischen Entscheidungen müssen Betroffenen auch Beteiligungs- und Klagerechte geboten werden, wenn ein demokratischer Staat seine Entscheidungen nicht letztlich totalitär gegen die Bevölkerung durchsetzen möchte. Es geht dabei nicht allein um die Legitimation, sondern vor allen um die Qualität von Entscheidungen.

Während rechte Influencer auf die diversen Probleme dieser Welt in neuen Medien nur mit kruden Thesen und schlichten Antworten aufwarten können und sich interessengeleitete Konzerne und Protagonisten schamlos dieses linearen Denkens bemächtigen, braucht es in einer bunten, artenreichen, vielfältigen, interessanten und vernetzten Realität viel weitreichendere Fähigkeiten, um lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Dafür sind nicht nur die Konsultation und Beteiligung, sondern auch die Bereitschaft und aktive Mitwirkung einer informierten und gestärkten Zivilgesellschaft unverzichtbar.

Aktuell fordern wir, diese Beteiligung angesichts der epochalen Aufgabe, oberirdische Atommülllager für ein weiteres Jahrhundert verlässlich zu sichern und diese Maßnahmen für Anwohnende glaubwürdig zu machen.

Martin Donat,
Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.