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Castorlager Gorleben – Für 100 Jahre sicher?

Dipl.-Physikerin Oda Becker hat sich intensiv mit dem Forschungsstand der Gorleben-Betreiberin BGZ auseinandergesetzt und den Fokus auf die Alterungsprozesse und mögliche Störfälle im Zwischenlager gelegt. Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung der Bäuerlichen Notgemeinschaft, BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg und der Rechtshilfe Gorleben wird sie außerdem auf neue Bedrohungsszenarien eingehen, gegen die ein atomares Zwischenlager hinreichend geschützt werden müsste.

Di. 24.02.2026 - 18.00h, Ostbahnhof Dannenberg

2013-03-11 Dan (Fukushima)  - 55

11.3. – Dannenberg: Kundgebung „15 Jahre Fukushima – 40 Jahre Tschernobyl“

Das Gedenken an die Opfer und Katastrophen der Atomenergie bleiben ein wichtiger Eckpfeiler des Widerstandes und der historischen Verantwortung. In internationaler Vernetzung wurden in den letzten Jahren die dunklen Flecken ziviler und militärischer Atomprogramme mehr in den Fokus genommen. Dazu gehört das Leid der indigenen Bevölkerung in den Uranabbaugebieten und an den Orten der Atombombentests. Genauso wie die überall ähnlichen Muster von Ignoranz, Lügen und Vertuschen, von der Externalisierung der Folgekosten.

2024 beendete die Fukushima Mahnwache nach 13 Jahren ihre wöchentlichen Kundgebungen „aus demographischen Gründen“. Sie tat das in dem Bewusstsein, als Teil des Anti-Atom-Widerstandes weiterhin zu Gedenktagen und Aktionen aktiv und vital zu bleiben. In neuen Netzwerken für eine demokratische, solidarische Zukunft einzutreten. Denn individuelle und gesellschaftliche Gesundheit gibt es nur im Generationenvertrag

Mi. 11.03.2026 - 17.30h, Marktplatz Dannenberg

Eine Veranstaltung der Fukushima Mahnwache Dannenberg in Kooperation mit der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Demonstration anlässlich 3 Jahre Fukushima, 10.03.2014 - Dannenberg

In Erinnerung an Marianne

Am Freitag, 6. März jährt sich der Todestag unseres BI-Gründungsmitglieds Marianne Fritzen zum zehnten Mal. Im Rahmen des Gorlebener Gebets am 8. März um 14 Uhr wird ihrer gedacht. Im Anschluss gegen 15h laden das Gorlebener Gebet, das Gorleben Archiv und die BI ein zu einem Erinnungskaffee im Gasthaus Wiese in Gedelitz.

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„Wir bleiben in Bewegung“

Die Klimaaktionsgruppe Hitzacker und die BI laden alle aktiven Gruppen, die im Wendland für Klima, Demokratie und gegen Rechts aktiv sind, zu einem Austausch ein.

Zu Beginn möchten wir über die aktuellen Rückschritte im Klimaschutz sprechen, die Ausbremsung der Energiewende und der Klimaziele sowie die mögliche Renaissance der Atomkraft. (mehr …)

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850. Sonntagsspaziergang!

Bei eisiger Kälte hat am 1. Februar in Gorleben der 850. Sonntagsspaziergang rund um das ehemalige Endlager stattgefunden. Erklärtes Ziel der Aktion, die seit dem 25.10.2009 jeden Sonntag um 13.00 Uhr stattgefunden hat: Wir laufen solange, bis das Bergwerk wieder verfüllt ist. Der Salzstock Gorleben wurde beim Neustart der Endlagersuche im Herbst 2020 als ungeeignet aussortiert. Der Rückbau startete erst im November 2024 - nach hartnäckigem Drängen der Sonntagsspaziergänger:innen und der Bürgerinitiative Umweltschutz. (mehr …)

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„Das Wunder von Gorleben“ in der 4. Auflage

Do. 19. Februar 16 Uhr - kleine Lesung im kleinen K.(punkt) Kulturladen Lüchow, Langestr. 49 - zum 49. Jahrestag der Standortbenennung - Hocker und gute Laune mitbringen

Atompolitik, Widerstand und eine offene Zukunft… Wyhl, Brokdorf, Kalkar, Wackersdorf – Orte des Protests. Gorleben wurde zum Symbol.
Als Castor-Transporte ins Wendland rollten, wurde hier über nichts Geringeres verhandelt als über die Zukunft der Atomkraft in Deutschland. Auf Straßen und Schienen. Immer wieder. Doch was wäre passiert, wenn Ende der 1970er Jahre die Wiederaufarbeitungsanlage in Gorleben trotz massiven Widerstands gebaut worden wäre? Mit Folgen für bis zu 50 Atomkraftwerke – und für den Atomausstieg selbst. (mehr …)

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28. Atommüllkonferenz

In Göttingen findet am Samstag, 7. Februar die nächste "Atommüllkonferenz" statt. Die inhaltlichen Schwerpunkte bilden der aktuelle Stand beim Suchverfahren nach einem tiefengeologischen Lager für Atommüll, die Konsequenzen der Beschleunigung des Verfahrens, die Jahrestage von Fukushima und Tschernobyl, das Freimessen von radioaktiven Abfällen und die drohenden Castortransporte von Jülich nach Ahaus und von Sellafield nach Brokdorf. - mehr hier: atommuellkonferenz.de

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Zurück in die Zukunft – CSU will Atomkraft zurück

Die CSU will zurück zur Atomkraft und setzt dabei auf den Bau von kleinen Kraftwerken, den „Small Modul“-Reaktoren (SMR). In einem Positionspapier, das auf ihrer Winterklausurtagung oberbayrischen Kloster Seeon abgestimmt werden soll, heißt es: "Wir wollen den Turnaround bei der Kernforschung schaffen. Unser Land kann es sich nicht leisten, neue Technologien zu verschlafen“. Landesgruppenchef Alexander Hoffmann schwärmt gar von einer „vollständigen Wiederaufarbeitung“ des Atommülls. (mehr …)

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Endlagersuche: Wendland weiter dabei

Die BGE präsentiert den neuen Arbeitsstand: Das Wendland ist bei der Endlagersuche noch mit großen, grauen Flächen dabei. „Wir hatten die Hoffnung, dass unsere fachlichen Hinweise – Anfragen, Hinweise auf wissenschaftliche Aufsätze und Forschungsergebnisse – zu den Tongebieten und den Auswirkungen kommender Kaltzeiten auf den Untergrund Berücksichtigung finden", so BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. - mehr hier

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PRESSEMITTEILUNGEN

Suche nach salzigem Brunnenwasser

3. Februar 2026

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) bittet um Unterstützung bei einer Recherche. Gesucht wird nach „salzigem Brunnenwasser“. Nach der Standortbenennung Gorlebens vor 49 Jahren gab es derartige Hinweise vom Höhbeck und aus dem Dorf Seerau i.d. Lucie, erinnert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke. Erklären könne man das für den Höhbeck mit hydraulischen Effekten, Seerau i.d. Lucie hingegen liegt…

850. Sonntagsspaziergang!

1. Februar 2026

Bei eisiger Kälte hat am 1. Februar in Gorleben der 850. Sonntagsspaziergang rund um das ehemalige Endlager stattgefunden. Erklärtes Ziel der Aktion, die seit dem 25.10.2009 jeden Sonntag um 13.00 Uhr stattgefunden hat: Wir laufen solange, bis das Bergwerk wieder verfüllt ist. Der Salzstock Gorleben wurde beim Neustart der Endlagersuche im Herbst 2020 als ungeeignet…

Aktivist:innen zu Gesprächen in Luxemburg: Forderung nach neuer AKW-Haftpflicht

25. Januar 2026

Nicht einmal ein halbes Prozent der Schäden eines Super-GAUs wären in Europa von Haftplichtversicherungen gedeckt. Zehn engagierte Atomkraftgegner:innen aus sieben EU-Staaten – darunter einer aus der BI Umweltschutz – erörterten diesen Missstand mit hochrangigen Vertretern der Generaldirektion Energie in Luxemburg. – mehr dazu hier Update: Auf Anfrage erklärte die Betreiberin des Zwischenlagers Gorleben BGZ, wie…

TERMINE & AKTIONEN

Sa. 07.02.2026
11 - 17 Uhr
Göttingen,
Volkshochschule
Bahnhofsallee 7
Programm & Anmeldung: www.atommuellkonferenz.de
So. 08.02.2025
13 Uhr
Gorleben,
Treffpunkt:
Atomanlagen
Undine von Blottnitz Hütte gegenüber dem
Belugaschiff
Sonntagsspaziergang rund um das Gelände des ehemaligen Endlagerbergwerks, findet seit dem 25.10.2009 jeden Sonntag ohne Unterbrechung statt, solange bis das Bergwerk wieder verfüllt ist - am 1.02.26 zum 850sten Mal
So. 08.02.2025
14 Uhr
Gorleben,
Treffpunkt:
Atomanlagen
an den Kreuzen
Mastenweg
Gorlebener Gebet - jeden Sonntag um 14.00 Uhr versammeln sich Menschen im Wald von Gorleben unter Kreuzen zu einer etwa halbstündigen Andacht. Motto: "Bleibet hier – wachet und betet."
Do. 19.02.2026
16.00 - 17.30 Uhr
Lüchow,
K. (Punkt) Kulturladen
Langestr.49
"Das Wunder von Gorleben" - Präsentation der Neuauflage des Essaybandes von Wolfgang Ehmke

GORLEBEN RUNDSCHAU

Mein Kollege erzählte heute, dass sein Sohn einen Adventskalender gemacht hatte und er darin morgens den Satz von Antoine de Saint-Exupery fand, der ihn sehr bewegte: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ Dem ließe sich mit Mahatma Gandi noch hinzufügen: „Die Zukunft basiert auf dem, was wir heute tun.“

Selten schauten Heranwachsende pessimistischer in diese Zukunft, als die jetzigen Generationen Z und Alpha, die in der Corona-Krise in die soziale Isolation gezwungen waren und sich ihre Antworten auf die überkomplexen Probleme dieser Welt oft mühsam und unkommentiert im digitalen Raum zusammenklauben müssen. Während man doch annehmen möchte, dass Klimakatastrophe und Rechtsruck die bedrohlichsten Themen dieser Generationen sein dürften, ist es ausgerechnet die rechtsradikale AfD, der es laut Umfragen angeblich gelingt, mit ihren simplen Antworten und kurzen Wutbürger-Clips die Sorgen eines Teils der jungen Generation abzuholen. Während sich in Gießen achtzig Jahre nach den Trümmern und unfassbaren Verbrechen der faschistischen Diktatur wieder eine völkisch-nationale Jugendorganisation in Deutschland gründet, sind es ausgerechnet die beherzten Gegendemonstrantinnen, die öffentlich kriminalisiert werden.

In einer Zeit, zerrieben zwischen totalitären Autokraten, stellt sich einmal mehr die Frage: Wie geht eigentlich gute Demokratie? Im Demokratieindex 2024 schafft es Deutschland immerhin noch in das Mittelfeld „vollständiger Demokratien“. Die älteste durchgehend existierende Demokratie ist hier als Präsidialsystem nachvollziehbar zur „unvollständigen Demokratie“ herabgesunken. Neben der unbestrittenen Legitimation von Parlamenten und der parlamentarischen Legitimation von Entscheidungen existiert aber immer dann noch eine Lücke, wenn Menschen temporär oder regional als „marginalisierte“ Minderheiten von Entscheidungen betroffen sind, an denen sie selbst nicht mitwirken konnten oder in denen ihre Belange von einer nicht betroffenen Mehrheit überstimmt wurden. Zwar greifen hier in vielen Fällen die Grundrechte und allgemeinen Menschenrechte, aber bei planerischen Entscheidungen müssen Betroffenen auch Beteiligungs- und Klagerechte geboten werden, wenn ein demokratischer Staat seine Entscheidungen nicht letztlich totalitär gegen die Bevölkerung durchsetzen möchte. Es geht dabei nicht allein um die Legitimation, sondern vor allen um die Qualität von Entscheidungen.

Während rechte Influencer auf die diversen Probleme dieser Welt in neuen Medien nur mit kruden Thesen und schlichten Antworten aufwarten können und sich interessengeleitete Konzerne und Protagonisten schamlos dieses linearen Denkens bemächtigen, braucht es in einer bunten, artenreichen, vielfältigen, interessanten und vernetzten Realität viel weitreichendere Fähigkeiten, um lebenswerte Zukunft zu ermöglichen. Dafür sind nicht nur die Konsultation und Beteiligung, sondern auch die Bereitschaft und aktive Mitwirkung einer informierten und gestärkten Zivilgesellschaft unverzichtbar.

Aktuell fordern wir, diese Beteiligung angesichts der epochalen Aufgabe, oberirdische Atommülllager für ein weiteres Jahrhundert verlässlich zu sichern und diese Maßnahmen für Anwohnende glaubwürdig zu machen.

Martin Donat,
Vorsitzender der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.